Über diesen Blog

Der Beruf als Tier- und Naturfilmer ist interessant und abenteuerlich. Und er bietet jede Menge kleiner Anekdoten und Geschichten. Die wollen wir hier erzählen. Und natürlich von unseren Projekten berichten. Viel Spaß dabei... Mehr unter www.robinjaehne.de

Montag, 9. September 2013

Unser Rotmilanfilm wurde beim Greenscreen ausgezeichnet!

Das hatten wir nicht erwartet: Unser Film "Das Jahr des Rotmilans" wurde beim internationalen Greenscreen-Festival in Eckernförde als beste unabhängige Produktion ausgezeichnet. 
Eigentlich können wir es noch gar nicht glauben. Denn das Niveau des Festivals ist extrem hoch. In diesem Jahr waren beispielsweise auch Filme der BBC dabei - und Naturfilm-Pionier Sir David Attenborough wird für sein Lebenswerk mit dem diesjährigen Heinz-Sielmann-Filmpreis geehrt.
 Informationen gibt es unter diesem Link.

Unser Freund Andreas Ewels, Redakteur und Autor des ZDF, hat ein paar Fotos gemacht. Mit ihm haben wir auch erfolgreich gedreht - die wundervollen Filme von Abenteuer Mallorca - wir hatten auch hier im Blog Gelegenheit, darüber zu berichten ...




Die Laudatio:
"Ohne großes Budget und die Unterstützung eines Fernsehsenders einen Naturfilm zu produzieren, ist ein gewaltiger Kraftakt und braucht enormen Idealismus. Wer dann auch noch außergewöhnliche Kameraperspektiven, spannendes Tierverhalten und eine prägnante Message zu einem liebevollen Gesamtwerk vereint, hat etwas ganz besonderes vollbracht."

Montag, 2. September 2013

Sprachaufnahme für den Uferschnepfen-Film

"Du alte Schnepfe" ist eine nicht gar so freundliche Anrede. Aber wie so oft wird damit wundervollen Tieren Unrecht getan. Am Niederrhein, in der Hetter bei Rees, gibt es noch besonders viele Schnepfen. Allerdings handelt es sich dabei Vögel - ganz genau heißen sie "Uferschnepfen". Ihnen und ihren Kollegen Bekassine, Rotschenkel, Großer Brachvogel und Kiebitz gilt ein Film, an dem wir seit zwei Jahren arbeiten. 
Diese seltenen Tiere werden dort durch eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft, sowie durch besondere Maßnahmen weiterhin brüten und so überleben können.
Heute wurde der Filmtext eingesprochen - wieder von unserem Freund und Lieblingssprecher Arne Heger. Das geschieht in gemütlicher Arbeitszimmer-Atmosphäre, dank moderner Technik auf höchstem Niveau. Und wie immer hat es jede Menge Spaß gemacht.
Jetzt muss der Ton angepasst werden, es folgen noch letzte Bild- und Farbkorrekturen....



Samstag, 24. August 2013

Sehenswert: Zweiter Teil des Mallorca-Filmes im ZDF

Am Sonntag, den 25. August um 14.45 Uhr wird im ZDF der zweite Teil der aufwendigen Mallorca-Dokumentation in der Sendung "planet e" gezeigt. Unter anderem werden darin unsere Bilder aus Cabrera zu sehen sein - die Insel im Süden Mallorcas, die ein Nationalpark ist.
Wir hatten hier schon von unserer abenteuerlichen Tour berichtet - von einzigartigen Ausblicken und den Eidechsen, bei denen vor allem die Bäuche blau schimmern. Auf den isolierten Inseln entwickelten sich zahlreiche Unterarten, die teilweise auch gut durch ihre Färbungen zu unterscheiden sind. Typisch für Cabrera sind die blauen Eidechsen - allerdings werden immer wieder durch den Bootsverkehr Eidechsen auf andere Inseln verschlagen - sodass sich die Unterarten stellenweise vermischen. Die Eidechsen fressen kleine Insekten, lieben aber auch Früchte und Nektar aus Blüten. Das machten sich einige Pflanzen zu Nutze: Sie werden von den Eidechsen bestäubt.


Die Eidechse hat ein Schneckenhaus entdeckt.

Mit der Zunge wird gewittert.

Scheinbar befinden sich im Schneckenhaus noch verwertbare organische Reste...

Die Echse bringt das Schneckenhaus erst einmal vor den Kollegen in Sicherheit.

Deutlich zu sehen: Hier wird der Nektar der Blüten aufgeleckt.
Bild aus einer Zeitraffersequenz: Vom höchsten Punkt der Insel haben wir den Hafen im Visier.

Damit es interessanter wird: Den Kamera-Slider haben wir mit einem Schrittmotor und einer Steuerung ausgestattet, damit sich die Kamera bei Zeitrafferaufnahmen bewegt.

Toller Hintergrund: Da wird fürs Foto auch schon mal gelächelt, obwohl die Konstruktion ein wenig wackelig auf direkt neben einem mehrere Meter tiefen Spalte in dem Karstgestein steht.

Freitag, 16. August 2013

Unsere Mallorca-Bilder im ZDF am 18. August um 14.45 Uhr

Nun ist es so weit: Am Sonntag, den 18. August um 14.45 Uhr ist wird erstmals im ZDF der Beitrag "Mallorca von oben" in der Reihe "planet e" ausgestrahlt. Neben atemberaubenden Luftaufnahmen des planet e-Zeppelin-Teams und Bildern des Naturfilmers Norbert Porta sind auch Aufnahmen von uns mit dabei. 
Wir waren im April und Mai für drei Wochen auf den Balearen unterwegs, krochen durch Höhlen, in denen wir hunderten Fledermäusen begegneten, spürten die Ginsterkatze auf oder kraxelten über Spalten und Felssimse mit voller Ausrüstung durch das Gebirge, um das Küken des Mönchsgeiers im Horst abzulichten. 
Es war abenteuerlich und spannend, und wir sind jetzt auch gespannt, wie der Film geworden ist: Denn ganz haben wir ihn auch noch nicht gesehen. 
Den Trailer gibt es hier.

Sie galt als ausgestorben, ist sehr schwer zu finden: Die Ferreret, eine Geburtshelferkröte, die nur im Norden Mallorcas vorkommt.

"Wo bleibt Mama?" - Das Mönchsgeierküken im Horst


Dienstag, 6. August 2013

Gewitter unterm Sternenhimmel

Einzelne Gewitterzellen in der Nacht habe eine große Faszination: Wenn rund herum wenig Wolken vorhanden sind, gelingen schöne Zeitraffersequenzen mit der aktiven Gewitterwolke und Sternen darüber. Das klappte wunderbar heute Nacht  - hier die Ergebnisse:

 
Der Regen hat aufgehört, die Kamera kann mit der Zeitraffer beginnen.

Über der Gewitterwolke leuchten die Sterne, rechts oben die Plejaden, das Siebengestirn.

Im Innere der Wolken zucken unaufhörlich die Blitze.

Deutlich sind die Streifen des fallenden Niederschlags am "Heck" der Wolke zu sehen.

Während im hinteren Teil eine Gewitterwolke ihr Reifestadium erreicht hat, quillt es auf der rechten Seite mächtig auf.

Über den aufquellenden Wolkenteilen sind kappenartige Gebilde entstanden. Ein Cumolonimbus pileus ist entstanden. Rechts daneben fliegt keine Sternschnuppe, sondern ein Satellit vorbei.

Teile der emporquellenden Wolke beginnen hier zu einem sich ausbreitenden Gewitteramboss zu werden - dort oben sind aus dem Wassertröpfchen der Wolke Eiskristalle entstanden.

An mehreren Stellen haben sich die Kappen gebildet, rechts gab die langsam abziehende Wolke die Sterne der Hyaden frei, das ist der Kopf des Sternbildes Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, der orange leuchtet.

Hier ist die Kappenbildung noch einmal sehr deutlich zu sehen. Links neben der Kappe wird der Oberteil der Wolke faserig, der Wolkentyp ist ein Cumulonimbus capillatus.

Während aus dem anfangs aufquellenden Wolkenteil nun ein Gewitterschauer wurde, beginnt die Entwicklung des aufquellens nun erneut - blumenkohlartige Gebilde wachsen vor der Kappe aus der Wolke heraus.

Auch die Blitzaktivität hat wieder zugenommen, oft zucken Blitze aus der Wolkenflanke heraus.

Auch über den neuen Wolkengipfeln bilden sich Kappen - die Entwicklung geht weiter, aber die Wolken hat sich inzwischen schon weit entfernt.




Freitag, 19. Juli 2013

Und dann gab es da noch den Lippischen Diamanten...

... für Robin.


Es handelt sich um eine Auszichnung des NABU Lippe, die am 17. Juli im Schloss Brake durch den Vorsitzenden, Dr. Klaus Steinheider, verliehen wurde. Warum es diese Ehrung gab, sagte Bernd Milde in seiner einfühlsamen und hervorragend gestalteteten Laudatio: "Wir würdigen und zeichnen mit dem Preis Dein bisheriges Engagement für die Natur aus. Deine Arbeit als Naturfilmer steht dabei natürlich im Mittelpunkt – wir wissen auch, dass Du im Team arbeitest, zuletzt seit Jahren mit Sarah Herbort zusammen; die heute Abend auch anwesend ist, herzlich willkommen Liebe Sarah. Eigentlich könnte ich es mir ganz einfach machen und sagen „Schaut Euch einfach die fertigen Filme an – und dann ist eigentlich klar, warum der NABU Lippe Dir den Lippischen Diamanten verleiht“.

Ist er nicht schön ...?


Und hier kann die Laudatio gelesen werden...
 

Sonntag, 14. Juli 2013

Echt tierisch....

Manchmal geht es es beim Naturfilm auch lustig zu. Vor allem dann, wenn ungewöhnliche Begleiter auftauchen. Und so hatte ich kürzlich einen besonderen Beifahrer - es war einfach herrlich, die Blicke mancher Passanten zu sehen. Schade, dass da keine Kamera mitlief....

Ein Uhu auf dem Beifahrersitz
Die Eule war natürlich ausgestopft, sonst hätte sie sich sicher nicht auch noch anschnallen lassen.
Nicht angeschnallt ist die kleine Dohle, die inzwischen tüchtig gewachsen ist. Ich komme mir manchmal schon wie ein alter Hexenmeister vor, wenn ich in ihre Auswilderungsvoliere komme und sie sich auf meine Schulter setzt. So könnte ich dann mit ihr gut herumwandern.