Über diesen Blog

Der Beruf als Tier- und Naturfilmer ist interessant und abenteuerlich. Und er bietet jede Menge kleiner Anekdoten und Geschichten. Die wollen wir hier erzählen. Und natürlich von unseren Projekten berichten. Viel Spaß dabei... Mehr unter www.robinjaehne.de

Donnerstag, 24. Juli 2014

Filmen im Schlund der Erde....

...oder: Ein abenteuerlicher Einsatz. Denn unsere Dreharbeiten über das Sintfeld für das Erholungsgebiet Bad Wünnenberg-Büren führten uns zu- oder besser: in eine Doline. Das sind Trichter im Boden, die manchmal ganz schön tief werden können. Sie entstehen, wenn sich im Untergrund eine Höhle gebildet hat, und dann die Decke einstürzt. Diese Erdfälle, wie sie auch genannt werden, können ziemlich tief werden. Sie haben manchmal steile Wände und sind nicht ganz ungefährlich, denn oft sind noch Hohlräume vorhanden, Gestein kann nachbrechen und alles ist ziemlich feucht und rutschig. Trotzdem wollten wir die Perspektive aus der Doline drehen. Doch erst mal mussten wir Müll entfernen - es gibt leider immer noch Zeitgenossen, welche einfach irgendwelche Fahrräder, Giftkanister oder anderen Müll in die Erdlöcher schmeißen. Durch Seiltechnik gesichert ging es abwärts - ganz besondere Filmaufnahmen waren das Ergebnis.

Tief unten: Robin in der Doline

Das Stativ auf dem Weg ans Tageslicht...

Bick von unten: Obwohl es Mittag ist, steht die Sonne gerade über dem Rand - so tief geht's runter

Dirty Robin: Erste Kontroll der Aufnahmen - da unten war es ziemlich dreckig...

Dienstag, 15. Juli 2014

Leckeres aus dem Naturpark

Das war ein ganz besonderes Projekt: Einen Kurzfilm zu regionalen Produkten aus dem Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge zu erstellen. Dabei sollte auch die Natur nicht zu kurz kommen. Und das Ganze in einer netten Geschichte darstellen. Um das zu realisieren, ließen wir uns von der Kamera sozusagen bei der Arbeit über die Schulter schauen und ganz nebenbei sammelten wir auch noch leckere Produkte aus dem Naturpark. Die wurden dann bei einem Naturfilmerpicknick verspeist. Und natürlich von uns für gut befunden :-))


Donnerstag, 10. Juli 2014

Spannendes aus dem Bürener Wald

Wieder ist eines der kleinen Filmchen rund um den Sintfeld-Höhenweg fertig geworden. Diesmal hatten wir den Bürener Wald in Visier. Im Mittelpunkt stand die Frage, was denn so alles passiert, wenn ein Baum stirbt. Dazu nutzten wir modernste Technik, beispielsweise für Langzeit-Zeitraffer. Einblicke in die Arbeit der Zersetzer und vieles mehr sind da zu sehen - genau richtig auch für die Waldschule....


Samstag, 28. Juni 2014

UHU-TÜV bestanden...

Für unsere Uhus gehört die Technik im Wald zur gewohnten Umgebung. Weil wir uns dezent zurück halten, zeigen die Tiere dank der Fernsteuertechnik keine Scheu und wir können unverfälschtes Verhalten aufzeichnen. Wir berichteten ja schon von der Maus, welche uns Kater Charly spendete. Nachdem sie die an ihre Kinder verfüttert hatte, kam die Uhudame noch einmal zurück. Sie setzte sich in aller Ruhe vor die Kamera, und irgendwann wurde sie neugierig. Die technisch interessierte Eule betastete das Kameraobjektiv mit dem Schnabel nach Uhuart. Robin löste die Kamera per Funk aus - und heraus kam eine sehr schöne Filmszene....


Treu sorgende Uhumama

Wir hatten ja schon einiges von unseren Uhus hin im Blog berichtet. Inzwischen haben wir so viele wirklich einzigartige Bilder gedreht, dass wir ernsthaft einen Film über diese wunderbaren Eulen planen. Jedenfalls scheint sie die Kameras nicht zu stören - dank unserer speziell entwickelten Fernsteuertechnik. So werden solche Bilder möglich. Und natürlich dank des Katers Charly, der eine Ködermaus zu dem Dreh beisteuerte...


Mama Uhu brachte sie jedenfalls gleich zu ihren drei Jungen, die inzwischen munter umherfliegen.


Donnerstag, 19. Juni 2014

Dem Schwarzkehlchen auf der Spur

Wenn selbst ein Tarnzelt zu auffällig wäre oder es zu störend wirken würde, greift er Naturfilmer tief in die Trickkiste. Um das nicht so ganz häufige Schwarzkehlchen zu filmen, war die neue Fernsteuertechnik angesagt. So kann die Kamera direkt vor dem Ansitz des Schwarzkehlchens positioniert werden. Das Tierchen spielt gut mit, und so entstanden Aufnahmen aus wenigen Zentimetern Entfernung, zwischendurch hüfte es sogar auf die Kamera.
Auf diese Weise war es dann auch möglich, direkt Fütterungen am Nest zu filmen - aber das ist eine andere Geschichte...

Bequem: Mit der Fernsteuerung im Auto lässt sich die Kamera ohne Störung der Tiere im Gang setzen - auf dem Kontrollmonitor ist hier das Weibchen des Schwarzkehlchens zu sehen

Donnerstag, 15. Mai 2014

Von sperrigen Krähenfüßen...

Inzwischen gibt es nach einigen Nachtschichten wieder spektakuläre Bilder von den Uhus. Dank moderner Fernsteuertechnik und die langsame Gewöhnung an spezielles Licht waren diese Aufnahmen möglich. Tagelang wurde an der Elektronik gearbeitet, denn die Uhus füttern nur, wenn sie wirklich ungestört sind. Ein Tarnzelt käme da vor Ort nicht in Frage. Und so wird die Kamera, die nur 40 Zentimeter von den Uhus entfernt ist, aus einer Distanz von 500 Metern fern gesteuert. Hier sind die Ergebnisse:

 
Sehnsüchtig wird die Mama erwartet...
Na endlich, der Futterdienst ist da!
Die Krähe war lecker, nur die Füße klemmen noch ein wenig...

Das Geschwisterchen hat auch Hunger und schaut genau zu - jetzt bloß weiter schlucken...