Über diesen Blog

Der Beruf als Tier- und Naturfilmer ist interessant und abenteuerlich. Und er bietet jede Menge kleiner Anekdoten und Geschichten. Die wollen wir hier erzählen. Und natürlich von unseren Projekten berichten. Viel Spaß dabei... Mehr unter www.robinjaehne.de

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!

...als es noch Schnee gab...
Schwupps - schon ist es wieder so weit: Ein ereignisreiches Jahr geht mal wieder zu Ende. Es gab Höhen und Tiefen - doch es gab immer auch wunderbare Menschen und einzigartige Erlebnisse in der Natur. Ich möchte allen, die diese Erlebnisse teilten oder mitfieberten, danken. Ich wünsche Euch/Ihnen allen ein ruhiges und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2016. Möge es von Frieden und Toleranz geprägt sein. Und ich freue mich auch schon auf die weiteren Abenteuer hinter der Kamera...

Freitag, 27. November 2015

Novembergrau - Nein Danke!

Einen schönen Morgen wie heute nutzt man als Naturfilmer gern aus - so als Ausgleich für die grauen Tage...

Morgenstimmung an den Externsteinen - die Sonne versteckt sich noch...

Der Pilz ist so schnell gewachsen, dass er das Efeu eingehüllt hat...

Montag, 9. November 2015

Igelfall

So langsam wird es Zeit für die Igel, schlafen zu gehen. Allerdings stören da noch die hohen Temperaturen. Gut, wenn sie noch genug Futter finden. Daran hatte dieser Igel keinen Mangel, und er war auch schon ein wenig schlaftrunken... Auf jedenfalls verlor er beim kratzen das Gleichgewicht. Hinter der Kamera war es dabei nicht möglich, ernst zu bleiben...


Mittwoch, 30. September 2015

Mondfinsternis und Nebel

Medial war ja im Vorfeld jede Menge Wirbel um die totale Mondfinsternis in den Morgenstunden des 28. September gemacht worden. Da war vom Blutmond die Rede - ein herrlich gruseliges Schlagwort. Dabei ist das ganz normal. Sind viele Wolken und beispielsweise Vulkanasche in der Erdatmosphäre, dann gibt es viel Streulicht - so wie sich ein Autoscheinwerfer im Nebel auch das Licht weiter streut. Dann färbt sich der dunkle Teil des Mondes ocker und rötlich. Ist die Atmosphäre klar, gibts nicht so viel Streulicht und die Mondfinsternis ist deutlich dunkler.
Für eine Mondfinsterniszeitraffer (sowas kann man im Naturfilm immer mal wieder gebrauchen) hatte ich die Bockwindmühe im LWL-Freilichtmuseum Detmold als Vordergrundmotiv ausgesucht - übrigens ein wirklich sehenswertes Museum.
Leider kam während der Totalität Nebel aus - und schon vorher beschlugen die Objektive immer wieder. Deswegen wird demnächst in der Werkstatt dann eine Objektivheizung entstehen - damit der Blick auch in feuchten Nächten klar bleibt....

Die Mofi im Zeitraffer...

...sie endete als Mofi im Nebel!

Samstag, 12. September 2015

Schwarzstorch auf Regenwurmjagd

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - so heißt es. Das trifft auch für Schwarzstörche und Filmer zu. Mit ein wenig Glück gelangen nun ein paar weitere Aufnahmen für unseren Schwarzstorchfilm. Ein junger Storch ist auf einer Wiese unterwegs, um Regenwürmer zu sammeln. Glücklicherweise braucht er da so einige, dass er doch mehr als eine Stunde unterwegs war. 
Mühsam für den Filmer: Denn hier gab es keine Deckung. Doch nach und nach kamen sich Kamera und Storch näher, schließlich zeigte der Storch in drei Metern Entfernung Komfortverhalten, putzte sich und döste. Das ist das beste Kompliment für einen Naturfilmer  denn dann ist klar: Man stört hier nicht. Nach den vielen Rückschlägen bei dem Schwarzstorchfilm (unter anderem durften wir an einigen idealen Horsten nicht drehen - trotz unserer besonderen Technik) waren diese zwei Stunden Filmpirsch wieder einmal eine Sternstunde des Tierfilmerberufs, an das wir lange zurückdenken werden.

Freitag, 11. September 2015

Expedition Oman: In der Wüste

Bald steht schon die dritte Expedition auf dem Terminkalender - da wird es Zeit, hier von einem ganz besonderen Dreh der letzten Tour in den Oman zu berichten. Ziel war nämlich die Wüste - und besonders ein Drohnenflug über die Dünenkämme stand ganz oben auf der Wunschliste. Doch zunächst ging es durch die Berge und dabei gab einige Schauer und ganz besondere Lichteffekte: 

Die Luftfeuchtigkeit läßt die Sonnenstrahlen sichtbar werden...

Fast scheint es so, als stände da eine große Gestalt mit einem Umhang 
Nach stundenlanger Fahrt durch Geröllwüste, mit teilweisen bizarren Felsformationen erreichten wir schließlich die Ausläufer der Sanddünen. An einer Stelle standen noch ein paar spärlich Bäume - dann tauchten wir ein in das Meer aus Sand. 
Eine Herausforderung waren dann die Luftaufnahmen. Bei der letzten passierte es: Die Akkuspannung des Fluggerätes sank wegen Hitze und einem Höhenwind, gegen den die Drohne zu kämpfen hatte, schneller ab als gedacht. Und dann war der der Dünenkamm im Weg. Zum Glück gelang es, die Drohne nahe dem Kamm "in den Sand zu setzen". Doch die Rückholaktion war für Kameraassistent Mark Schäferjohann eine Herausforderung. Denn der Sand war nicht nur heiß, sondern auch sehr rutschig - aufwärts ging es nach dem Motto "zwei Schritte vorwärts und anderthalb zurück". Eine kräftezehrende Prozedur. Doch Mark hat es geschafft - Danke Mark!

Ein bizarrer Fels: Für die luftige Perspektive auf ihn wird die Drohne flugfertig gemacht.

Ein paar spärliche Bäume, dann beginnen die Dünen
Wüstendreh
Und dann war da noch....
... der herrliche Wüstensternenhimmel. Einfach prachtvoll - und sicher ein "must" auf der To-do-Liste einer zukünftigen Expedition...

Die Lichter stammen von Ölförderanlagen

Sehr schön zu erkennen: Das Zentrum der Milchstraße

Donnerstag, 10. September 2015

Fotografisches Nordlicht über Detmold...

Normalerweise muss ein Filmer, der ein Nordlicht filmen will, nach Skandinavien fahren. Oder Island. Doch manchmal kommt es auch dem Filmer entgegen. So in der vergangenen Nacht. Gegen Mitternacht leuchtete am Horiziont über dem lippischen Detmold kurz ein fotografischen Nordlicht auf. Ein fotografisches Nordlicht ist für den normalen Beobachter unsichtbar, erst auf etwas länger belichteten Fotos wird es sichtbar. Das Flackern des Lichtes reichte gerade aus, um eine 9-Sekunden Zeitraffer zu drehen.