Über diesen Blog

Der Beruf als Tier- und Naturfilmer ist interessant und abenteuerlich. Und er bietet jede Menge kleiner Anekdoten und Geschichten. Die wollen wir hier erzählen. Und natürlich von unseren Projekten berichten. Viel Spaß dabei... Mehr unter www.robinjaehne.de

Dienstag, 28. Mai 2013

Abenteuer auf Mallorca...

... haben wir bestanden und sind wohlbehalten zurück gekeht. Jetzt liest der Rechner stundenlang Material ein, das dann gesichtet werden muss. Und so bliebt Zeit, um in lockerer Folge von einigen Anekdoten und Abenteuern von unserer Drehreise zu berichten. 
Eigentlich waren es zwei kleine Reisen - die erste führte nach Cabrera - davon haben wir schon erzählt. Eine unserer ersten Aufgaben war es, ein Tarnzelt aufzustellen. Genau 78 Meter davon entfernt befindet sich der Futterplatz der Geier. Und auf die hatten wir es abgesehen. Damit sich die äußerst mistrauischen Greife daran gewöhnen, muss das Zelt einige Tage vorher aufgestellt werden, bevor gefüttert wird. 
Die Fütterung liegt übrigens inmitten eines Geier-Schutzgebietes, ein ganz besonderes Projekt, von dem wir noch berichten werden. Wir haben dort besonders engagierte Naturschützer getroffen, die voller Ideen sind. 


Sonntag, 5. Mai 2013

Schachbrettblume und Waldkäuze

Ein befreundeter Fotograf gab einen Tipp - so gelangen ziemlich seltene Aufnahmen von der Kinderstube eines Waldkauzpaares. Wir haben uns mit der Schachbrettblume revanchiert - so funktioniert es. Wir sehen andere Filmer und Fotografen nicht als Konkurrenz, sondern als Gleichgesinnte, denen es auch darum geht, die Schönheiten der Natur möglichst vielen Menschen zu zeigen. Und unter Gleichgesinnten tauscht man sich aus - allerdings verraten wir solche Standorte nur solchen Kollegen, auf die wir uns verlassen können, dass sie dort mit der gleichen Liebe und Rücksicht an das "Objekt der Begierde" herangehen, wie wir. 
Zunächst hier einmal der Waldkauz, noch sitzt das Weibchen im Stamm des hohlen Baumes und blinzelt in die ersten Sonnenstrahlen.


Kurz darauf verließ sie den Baum und wir konnten einen Blick auf die beiden Jungen erhaschen. Die wurden in der Sonne sichtlich agiler...


Die Sonne stand schön höher, als wie die Stelle mit den lippischen Schachbrettblumen erreichten. Mehr als zwei Stunden schwelgten wir in Farben und dem Duft der Frühlingswiesen. Manchmal führten aber einige Wolken zu Unbehagen, weil Nahaufnahmen der Blumen im Sonnenlicht einfach besser aussehen. Doch wir sind mit unserer Ausbeute zufrieden. Nach genau 2,5 Stunden hatten wir 5 Minuten Filmmaterial im Kasten, wenn die nachher in einen Film eingebaut werden, dann dauert die Sequenz vielleicht 10 bis 14 Sekunden - und das ist noch ein guter Schnitt. Es gibt Motive, da fahren wir viele Kilometer, nehmen in acht Stunden vielleicht 30 Sekunden Material auf und davon finden dann vielleicht 5 Sekunden den Weg in den fertigen Film...



Donnerstag, 2. Mai 2013

Einladung zur Filmpremiere

Nun ist es so weit: Die erste offizielle öffentliche Vorführung unseres neuen Filmes steht vor der Tür.

Und zwar am
Dienstag, 7. Mai um 18 Uhr im Kreissitzungssaal des Kreishauses in Detmold!

Zu diesem Event laden wir alle Freunde, Bekannte, deren Freunde und Bekannte und so weiter ganz herzlich ein. Natürlich werden wir ein wenig "aus dem Nähkästchen" plaudern, über kleine Abenteuer berichten und die ein- oder andere Anekdote von den Dreharbeiten erzählen. Klar, dass wir am Schluss auch allen Fragen Rede und Antwort stehen.
Besonders Lipper wird es erfreuen: Der Eintritt ist kostenlos. 
Also nichts wie hin - wenn die Rotmilane durch das Kreishaus segeln....


Dienstag, 30. April 2013

Mit vollem Gepäck nach Cabrera

Es war schon ein kleines Abenteuer. Da sitzen wir mit unserem Übergepäck, eine weiteren Kiste mit Stativen, Zelt und Co, sowie mit Nahrung und Wasser für sechs Tage in einem Boot, dass uns durch das Mittelmeer schippert. Das Ziel ist Cabrera. Wir drehen im Auftrag der Palmstreetstudios in Chemnitz für das ZDF und die Sendung "Planet e" auf den Balearen. Unser erster Dreh führt uns auf eine kleine Insel südlich von Mallorca, die unter Naturschutz steht. Über dem kleinen Hafen liegt das charakteristische Castell. Wir haben die Genehmigung nicht nur hier drehen zu dürfen, sondern auch ein paar Tage zu bleiben - denn normalerweise kommen Touristen mit dem Boot für maximal einen Tag. 

Hier wandern die schweren Gepäckstücke ins Boot

Die Einfahrt in den kleinen Hafen von Cabrera - neben dem Felsen im Hintergrund das Castell

Unser erster tierischer Protagonist: Wir haben nach langem Suchen einen Gecko ausgestöbert


Donnerstag, 25. April 2013

Der neue Film ist da...


Nun ist er fertig, der Film über den Rotmilan. Mehr als zweieinhalb Jahre Arbeit, an die 60 000 zurück gelegte Fahrtenkilometer und mehr als 100 Stunden aufgenommenes Filmmaterial - das ist die Statistik zum Film. Wir haben ganz neue Techniken entwickelt, um Aufnahmen direkt aus dem Horst zu machen.
Heute abend war die Premiere im Bürgerhaus in Schlangen - vor 180 Gästen. Zwei besondere Referenten gehörten zum Premierenprogramm: Prof. Dr. Oliver Krüger von der Universität Bielefeld und Dr. Bernd Nicolai von Heineaneum in Halberstadt, beide ausgewiesene Greifvogel- und  Rotmilanexperten. 
Für uns war es im Vorfeld noch einmal richtig spannend geworden. Zum einen hatten wir bis zuletzt an winzigen Details am Film gefeilt, und fast wären einige Kopien nicht rechtzeitig fertig geworden. Dann hatte uns ein anderes Filmprojekt auf eine entlegene Insel geführt, und es war nicht klar, ob wir rechtzeitig zur Premiere zurück sein würden. 
Es hat geklappt und wir hatten einen schönen Abend. Und so sieht das Cover der DVD aus: 


und hier gibt es einen kleinen Link zu einer Bild der Premierenfeier:

Facebook-Eintrag zur Filmpremiere

Wer wissen will, wo man den Film bekommt oder wann wir ihn in einem Vortrag präsentieren, bitten wir auf unseren Homepages unter "Termine" nachzusehen, oder uns direkt eine Mail zu schreiben.

Sarah Herborts Homepage
Robin Jähnes Homepage

Dienstag, 16. April 2013

Löten und Schrauben für's schöne Bild

Wir wollen uns immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Immer neue Perspektiven verwirklichen. Neue Ideen werden dann erst auf dem Papier, dann in der Werkstatt verwirklicht. Was jetzt seinen ersten Testlauf erfolgreich bestand, war schon seit einigen Monaten geplant. Wir wollen es bei einem in den nächsten tagen anstehenden größeren Projekt einsetzen. Es ist eine schlichte Motorisierung des Sliders. Er läßt die Kamera schön gleichmäßig wie auf Schienen seitwärts 140 Zentimeter weit gleiten. 
Für normale Geschwindigkeit geht das per Hand ganz gut. Aber auch die Zeitrafferkamera soll seitwärts gleiten. Dafür sorgt ein Schrittmotor, präzise Kugellager und eine spezielle Ansteuerung. Nach einigen Stunden konzentrierter Nachtarbeit funktionierte das Gerät endlich. 

Noch ein Loch bohren, noch eine Schraube fest ziehen, dann sitzt der Motor...


Erster Test in der Fürstenallee bei Schlangen, die Kamra gleitet bei der Zeitraffer nun seitlich - eine spannende Perspektive...

Mittwoch, 10. April 2013

Hänger in der Unterwelt

Im schönen Sauerland gibt es sie noch, überwinternde Fledermäuse in Höhlen und Stollen. Hier wurden wir fündig, denn wir brauchten ein paar kurze Bildsequenzen schlafender Fledermäuse im Winterquartier. Wichtig dabei ist es, nicht nur leise zu sein, sondern die Tiere nur möglichst kurze Zeit dem Licht zum Filmen auszusetzen. Wir verwenden darüber hinaus auch nur Kaltlicht für solche Aufnahmen.



Zuerst gab es am Eingang jedoch einige Eisstalagmiten zu sehen - Tropfsteine aus Eis, die bereits zu tauen begannen und so ihre ungewöhnlichen Form bekamen.
Weiter drinnen, dort, wo die Temperatur möglichst gleich bleibt, wenn draußen härtester Winter ist, hingen sie: Mausohr und Co noch im seligen Land der Träume. Allerdings waren die Spuren des langen Winters unübersehbar - viele Tiere waren tüchtig abgemagert.